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FUCK LOVE
ICH HABE TECHNO
Dieses Tanzstück beginnt mit dem ersten Impuls des Lebens im Mutterleib. Es ist eine Hommage an die Freude des Daseins, an den eigenen Körper als Zuhause und an das tiefe Gefühl, lebendig zu sein.
Dann verändert sich alles. Von einem Moment auf den anderen gerät die Protagonistin in eine Welt der Dunkelheit. Schmerz, Trauer, Wut und Enttäuschung werden zu ihren Begleitern. In dieser Tiefe erkennt sie, dass sie den Zugang zu jener Lebendigkeit verloren hat, die sie einst selbstverständlich in sich trug.
Was folgt, ist eine Reise der Transformation. Schritt für Schritt hinterfragt sie die Glaubenssätze, Erwartungen und Prägungen, die ihre Familie, ihr Umfeld und ihre eigene Geschichte in ihr hinterlassen haben.
Sie lässt los, was ihr nicht mehr entspricht, und nähert sich ihrem innersten Wesen. Auf diesem Weg begegnet sie einer Frau, die sich selbst erkennt, annimmt und den Mut findet, ihr Leben bewusst und authentisch zu gestalten.
Die Clubkultur Berlins wird zum Spiegel eines inneren Prozesses: ein Ort, an dem verborgene Emotionen auftauchen, Transformation möglich wird und der Körper eine Sprache findet, die über Worte hinausgeht.
Die pulsierende Energie elektronischer Musik eröffnet hier die Räume, in denen verborgene Erinnerungen, Gefühle und Wunden sichtbar werden können. Der Tanz wird zur Sprache des Körpers – zu einem Ort, an dem erlebt, verarbeitet und verwandelt wird. Aus der Bewegung entsteht ein neuer Raum der Freiheit.
Dieses Stück ist eine Einladung, sich daran zu erinnern, dass unter all den Erwartungen, Regeln und Prägungen eine innere Stimme existiert, die niemals verstummt. Es erzählt von der Möglichkeit, zu sich selbst zurückzufinden, den eigenen Weg zu wählen und die Freude am Leben neu zu entdecken.
Denn manchmal verlieren wir uns, indem wir versuchen, den Vorstellungen anderer zu entsprechen. Und vielleicht beginnt genau dort der Weg zurück – zu dem Menschen, der wir immer schon waren.
team


die tänzerinnen

Javiera Guerra
Javiera Guerra ist eine chilenische Tänzerin, Choreografin und Lehrerin mit Sitz in Berlin, deren vielseitiger Hintergrund akademische Ausbildung mit Einflüssen des urban dance verbindet. Sie hat in Santiago de Chile, eine solide Grundlage in Ballett, zeitgenössischem Tanz und show styles aufgebaut und zog später nach Berlin, um ihre Forschung zu zeitgenössischen choreografischen Praktiken zu vertiefen. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung hat sie sich in der Berliner Szene als Tänzerin und Kreative etabliert, mit einer Vielseitigkeit, die ihre Arbeit in verschiedenen Bereichen wie Theater, Musikvideos, Community-Projekten und Arbeiten für Kinder ermöglicht, stets mit starker körperlicher Präsenz und kooperativem Geist sowie als Lehrerin mehrerer Tanzstile und in Zusammenarbeit mit Institutionen in der ganzen Stadt.

Carmen Rodriguez
Carmen Rodríguez ist eine spanische zeitgenössische Tänzerin und Choreografin mit Sitz in Berlin, klassisch am Conservatorio Jesús de Monasterio ausgebildet, bevor sie ihr zeitgenössisches Studium in Berlin abschloss. Sie hat mit Choreografen wie Florian Hoffmeier, Maddie Hanson und Saeed Hani getanzt und tourt seit 2024 durch Deutschland mit dem Gitarristen Roger Tristao Adao. Als Choreografin wurden ihre Arbeiten (einschließlich Un pie detrás de otro und *Smeterlingseffekt) in Veranstaltungsorten wie Radialsystem und dem Raw and Polish Festival präsentiert, parallel zu ihrer fortlaufenden Arbeit als Tanzlehrerin in mehreren Berliner Studios.

Giuliana Piel
Giuliana Piel ist zeitgenössische Tänzerin und Choreografin aus Berlin. Als Tänzerin wirkt sie in verschiedenen Bühnen - und Videoproduktionen mit. In ihrer künstlerischer Arbeit interessiert sie sich im besonderen für die Verknüpfung von darstellenden Künsten mit gestalterischen Elementen. Sie bewegt sich zwischen zeitgenössischem Tanz, Tanztheater und interdisziplinärer Performancekunst.

Eva Robayo
Geboren in Bogotá und nun in Berlin wohnhaft, ist Eva Robayo eine Tänzerin und Choreografin, deren künstlerischer Weg sie durch New York, Montreal und Berlin geführt hat.
Seit 2021 hat sie in Berlins unabhängiger Tanzszene performt und zusammen gearbeitet, mit Arbeiten unter anderem bei Dock 11, Ufer Studios, Berliner Festspiele, Berlin Art Week, dem Kathe Kollwitz Museum in Köln und La Monnaie de Paris präsentiert. Seit 2023 hat sie ihre eigene choreografische Praxis entwickelt, Working-in-Progress in Marameo und Radialsystem geteilt, bevor sie 2025 ihr erstes vollständiges Stück Azul uraufgeführt hat. Verankert in somatischer Praxis erforscht ihre Arbeit den Körper als Gefäß von Erinnerung, Vorstellung, Intimität und kulturellem Erbe.

Maria Paz Cortez
María Paz Cortez ist eine argentinische multidisziplinäre Künstlerin mit Sitz in Berlin und arbeitet in den Bereichen Tanz, Choreografie, Performance und Physical Theatre. Ihre künstlerische Laufbahn begann im Leistungssport der rhythmischen Gymnastik und führte sie über zeitgenössischen Tanz, Akrobatik und Luftartistik bis hin zu somatischen Praktiken. Ihre Arbeit umfasst ortsspezifische Projekte, Live-Performances, Videotanz und künstlerisches Modeln, darunter The Edge of My Humanity, Apaches, Ocean Veil und Desde el Frío. Ausgehend von Bewegung, Improvisation und ihrem lateinamerikanischen Erbe erforscht sie den Körper als Raum für Transformation, Erinnerung und poetischen Ausdruck. Dabei arbeitet sie mit Künstler*innen und Institutionen der freien Berliner Tanzszene zusammen.
choreographin + produktionsleitung

Pamela Moraga
Pamela Moraga ist seit 2018 als Choreografin und Tänzerin in Berlin tätig. In ihrer Arbeit setzt sie sich aus migrantischer Perspektive mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander und erforscht diese durch Bewegung im Kontext des Theaters. Sie wurde vom Dachverband Tanz Deutschland (2022–2023) gefördert und ist seit 2024 Vorstandsmitglied der LAFT Berlin.
Zu ihren jüngsten Arbeiten gehört die Premiere von Gig (2026), die im Rahmen der 30. Jubiläumsausgabe der Tanztage in den Sophiensælen stattfand. Neben ihrer choreografischen Arbeit entwickelt sie kontinuierlich eine eigene Lehrpraxis und vermittelt zeitgenössische Tanztechnik, Choreografie und Reggaeton.
Seit 2024 entwickelt sie zudem eine Reggaeton-Praxis für Tanzbegeisterte, die auf ihrem kulturellen Erbe und ihrer langjährigen Auseinandersetzung mit Tanz basiert. Damit trägt sie zur Entwicklung und Sichtbarkeit der Reggaeton-Tanzszene in Berlin bei.

Valeria Oviedo
Valeria Oviedo ist eine interdisziplinär arbeitende Künstlerin und Bühnenproduzentin aus Tijuana, Mexiko, die in Berlin lebt. Ihre künstlerische Praxis umfasst Choreografie, Performance, Medienkunst und kreative Produktion. Seit ihrem Umzug nach Berlin im Jahr 2020 entwickelt und präsentiert sie ihre Arbeiten international und arbeitet mit Institutionen wie den Berliner Festspielen, dem Radialsystem, den Uferstudios, Dock 11, den Sophiensælen, Sasha Waltz & Guests, dem FELD Theater, dem Theater an der Parkaue, der Universität der Künste Berlin und dem ada Studio zusammen.
An der Schnittstelle von Tanz, Theater und interdisziplinären Projekten ist sie als Künstlerin, Produzentin, Stage Managerin und Lichtdesignerin tätig. Dabei integriert sie Fürsorge- und Achtsamkeitspraktiken in ihre kollaborativen Arbeitsmethoden.

